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Die Tür an der Wand

The Door on the Wall

B1 · Intermediate · 1 min read

Paloma war Straßenmalerin. Am Ende einer schmalen Gasse gab es eine graue Wand, und eines Morgens malte sie eine Tür darauf. Sie war grün, mit einer Messingklinke und einem Briefschlitz. Kinder auf dem Schulweg klopften an die Tür und warteten, als würde sie sich öffnen.

Drei Wochen später unterschrieb Herr Duarte, ein Stadtrat, eine Anordnung. Am Montag sollte die Wand wieder grau gestrichen werden, denn eine Tür, die sich nicht öffnet, sei „eine Lüge an der Wand“.

Aber am Samstagmorgen fand Paloma Zettel im gemalten Schlitz. „Guten Morgen, Tür.“ Jemand hatte einen echten roten Briefkasten darunter befestigt, und bis Sonntagabend lagen vierzig Briefe darin, alle an „Die Grüne Tür“ adressiert.

Am Montag kam Herr Duarte, um den Malern zuzusehen. Er öffnete den Briefkasten und fand einen Brief für sich, mit Wachsmalstift geschrieben: „Lieber Herr Duarte, bitte machen Sie die Tür nicht zu. Sami, sieben Jahre.“ Er las ihn zweimal und schickte die Maler nach Hause. Paloma legte eine Fußmatte vor die Tür. Am nächsten Morgen lag noch ein Brief im Kasten: „Liebe Tür, es tut mir leid, dass ich dich fast zugemacht hätte.“

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